Reisebericht Myanmar

07/01/2008

Nachdem, während der ersten Myanmar-Rundreise alle Highlights wie Mandalay, das beieindruckende Bagan, Mount Popa und der wunderschöne Inle-See besucht wurden, führte die zweite Reise nach Nordwesten, in das touristisch noch wenig erschlossene Mrauk U. Von dort fuhren wir mit dem Boot in Chin-Dörfer, in denen ältere Frauen aus Angst, in der Jugend geraubt zu werden, ihre Gesichter vollständig tätowieren ließen.

Die Birmanen glauben an die Nat-Geister. Das sind die Seelen von Menschen, die auf unnatürliche Weise ums Leben kamen und nun zwischen Leben und endgültigem Tod schweben. Im Hotel in Mrauk U hatten wir ein seltsames Erlebnis. In der Nacht wurden wir durch einen Höllenlärm aus dem Schlaf gerissen. Über das Dach unseres Bungalows schien eine Affenhorde zu toben, es hämmerte gegen Fenster und Tür und verursachte einen unbeschreiblichen Krach. Wir saßen aufrecht vor Schreck in unseren Betten und wagten es nicht, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Der ganze Spuk dauerte ca. 1 Stunde. Niemand, auch nicht der Hotelmanager hatte eine Erklärung für dieses Ereignis, denn Affen würde es in dieser Gegend nicht geben.Ein Jahr später erzählten wir das Erlebte einer Reiseleiterin. Sie erstaunte uns mit folgender Erläuterung: Das Hotel wurde auf einem alten, aufgelösten Friedhof erbaut und dass dort Nat-Geister spuken, sei bekannt!

Diese Reise im November 2007 führte uns in den Süden des Landes, in die Andamanensee. Hierfür benötigt man noch immer eine Sondergenehmigung. Wir flogen (8 Reiseteilnehmer) von Yangon nach Kawthaung.

Dort wartete, das für eine Woche angemietete Boot "Sea Horse" auf uns. Dann kam der erste Schock. Anstelle der gebuchten 4 Doppelkabinen mit Klimaanlagen, erwartete uns ein Mannschaftsraum mit 4 doppelstöckigen Kojen (ohne Aircondition). Da kein anderes Schiff zur Verfügung stand, mussten wir uns damit zähneknirschend abfinden. Bereits am nächsten Tag, beim Ablegen von einer einsamen Insel, hatten wir den ersten Motorschaden. Dieser wurde aber relativ schnell behoben. Aber nach zwei Tagen brannte der Schiffsmotor richtig. Zum Glück waren wir in einer Bucht mit mehreren Booten von Seezigeunern. Da die Ausrüstung auf der "Sea Horse" nicht funktionstüchtig war, waren wir auf die Hilfe eines Fischerbootes angewiesen, deren Besatzung das Feuer bei uns an Bord löschte. Unser Kapitän angelte unterdessen seelenruhig nach Fischen. Nachdem der Brand gelöscht war, gab es an Bord keine Elektrizität und damit kein Süßwasser und auch keine Funkverbindung mehr. 12 Stunden dauerte es bis ein Rettungsschiff von Kawthaung bei uns ankam. Dies schleppte uns dann die restlichen 2 Tage durch die Andamanensee, bis zu unserem Ziel, der wunderschönen und einzigen Bungalowanlage in der Inselgruppe, dem "Andaman Resort".

Entschädigt wurden wir auf dieser Abenteuertour durch unzählige, meist unbewohnte, von Dschungel überwucherte Inseln mit schneeweißen Sandstränden und einer tollen Unterwasserwelt. Ebenso durch eine unglaublich nette und um unser Wohlergehen bemühten Crew, die uns jeden Wunsch von den Augen ablas. Wir wurden hervorragend bekocht und die Stimmung auf dem Schiff war super. Für ein Barbecue an einem einsamen Strand wurde sogar die mit Eis gefüllte Kühltruhe (Eis wurde unterwegs von Fischerbooten geholt) und Liegestühle mit dem Schlauchboot an Land gerudert. Den ganzen Nachmittag sammelte die Mannschaft Holz für ein Lagerfeuer. Das großartige Essen und das gemeinsame Singen von Liedern werden uns immer in Erinnerung bleiben.

Die nächste Reise im November 2008 führt in den hohen Norden Myanmars
 

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