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Nach den Vorkommnissen im September/Oktober des letzten Jahres denken Touristen zweimal darüber nach, ob sie nach Myanmar reisen sollen oder nicht. Die Bilder der rot gewandeten Mönche, die in friedlicher Absicht gegen die die Willkür der Militärregierung in Burma protestierten, gingen um die Welt. Umso erschütternder die Szenen, in denen Soldaten mit brutaler Gewalt gegen die Teilnehmer vorgingen und Klöster schändeten.
So ist das "Land der Goldenen Pagoden" einmal mehr zum weltweiten Symbol für brutale Unterdrückung geworden.
Sollte man Myanmar aus diesem Grunde meiden? Wir sind davon überzeugt, dass dies ein falscher Weg ist, denn auch ohne Touristen wird das Land weiterhin Geschäfte mit China, Indien und Thailand tätigen. Ein Boykott des Tourismus würde nur die davon lebende Bevölkerung treffen, wie z.B. Reiseführer, Busfahrer, Angestellte in Hotels und Restaurants, Verkäufer von Souvenir usw.
Die Videoaufnahmen und die Bilder, die unter großen Gefahren um die Welt gingen, vermitteln eine eindeutige Botschaft: Schaut nicht weg, seht was hier passiert ist und helft uns.
Als wir im November 2007 erneut in Myanmar waren, dankten uns viele Menschen aufrichtig für unser Kommen. Es waren bewegende Momente!
Myanmar ist ein wunderschönes Reiseland und mehr als jedes andere Land Asiens konnte Myanmar, früher als Burma bekannt, seine Kulturen und Traditionen bewahren. Es ist ein tief gläubiges, buddhistisches Land und bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, interessante Kulturen und vielfältige Naturschönheiten. Ein Zauber umhüllt das Land mit seinen tropischen Ebenen, den Himalaya Ausläufern, den dichten teakreichen Dschungel, dem Ayeyarwady Fluss und im Süden Hunderte von zum größten Teil nicht erschlossenen Inseln in der Andamanen See. Gespickt mit Monumenten, Mythen und Magie, kann jede Reiseroute eine Fülle von exotischen Erlebnissen, Eindrücken und Erkenntnissen garantieren. Das beginnt mit der Metropole Yangon im goldenen Glanz der legendären Shwedagon-Pagode, eines der faszinierendsten Bauwerke der Welt. Es setzt sich fort in Mandalay, der ehemaligen Königsstadt mit Palästen, Pagoden und Klöstern, der Tempel-Landschaft von Bagan mit einer Vielzahl von goldenen Kuppeln, weißer Kegel und roten Stupas und des Inle-Sees mit seinen schwimmenden Gärten und legendären Beinruderern. In den vergangenen Jahren sind etliche, ehemalige Sperrgebiete wie der Chin-Staat und Putao oder Hpa-an sowie das Myeik-Archipel für den Tourismus geöffnet worden.
Obwohl die Strände von Myanmar zu den schönsten Südostasiens zählen, werden sie erst wenig besucht. Die wunderschönen Resortanlagen, vor allem an der Westküste bieten aber, vor allem nach einer anstrengenden Rundreise, einen erholsamen Badeaufenthalt.
Die Bevölkerung setzt sich aus mehr als 135 ethnischen Gruppen zusammen. Die vier Hauptsvolksgruppen sind die tibeto-burmesischen Volksstämme, die der Mon-Khmer, die Thai-Chinesen sowie die Karen.
Die Menschen sind unglaublich freundlich und den Fremden gegenüber aufgeschlossen. Touristen bemerken nicht, dass das Land von einer Militärdiktatur beherrscht wird.
Die Hotels sind sehr komfortabel und der Service ist hervorragend. Unsere Reiseführer sprechen sehr gut Deutsch.
Ob Sie mit einer Gruppe, individuell geführt oder auf eigene Faust unterwegs sein wollen, vielleicht auch nur Ihre Hotels oder die Inlandsflüge über uns buchen wollen - wir sind mit unserer Erfahrung und Kompetenz gerne behilflich.
Die beste Reisezeit ist von Oktober bis März.





Nachdem, während der ersten Myanmar-Rundreise alle Highlights wie Mandalay, das beieindruckende Bagan, Mount Popa und der wunderschöne Inle-See besucht wurden, führte die zweite Reise nach Nordwesten, in das touristisch noch wenig erschlossene Mrauk U. Von dort fuhren wir mit dem Boot in Chin-Dörfer, in denen ältere Frauen aus Angst, in der Jugend geraubt zu werden, ihre Gesichter vollständig tätowieren ließen.
Die Birmanen glauben an die Nat-Geister. Das sind die Seelen von Menschen, die auf unnatürliche Weise ums Leben kamen und nun zwischen Leben und endgültigem Tod schweben. Im Hotel in Mrauk U hatten wir ein seltsames Erlebnis. In der Nacht wurden wir durch einen Höllenlärm aus dem Schlaf gerissen. Über das Dach unseres Bungalows schien eine Affenhorde zu toben, es hämmerte gegen Fenster und Tür und verursachte einen unbeschreiblichen Krach. Wir saßen aufrecht vor Schreck in unseren Betten und wagten es nicht, der Ursache auf den Grund zu gehen. Der ganze Spuk dauerte ca. 1 Stunde. Niemand, auch nicht der Hotelmanager hatte eine Erklärung für dieses Ereignis, denn Affen würde es in dieser Gegend nicht geben.
Ein Jahr später erzählten wir das Erlebte einer Reiseleiterin. Sie erstaunte uns mit folgender Erläuterung: Das Hotel wurde auf einem alten, aufgelösten Friedhof erbaut und dass dort Nat-Geister spuken, sei bekannt!
Diese Reise im November 2007 führte uns in den Süden des Landes, in die Andamanensee. Hierfür benötigt man noch immer eine Sondergenehmigung. Wir flogen (8 Reiseteilnehmer) von Yangon nach Kawthaung.
Dort wartete, das für eine Woche angemietete Boot "Sea Horse" auf uns. Dann kam der erste Schock. Anstelle der gebuchten 4 Doppelkabinen mit Klimaanlagen, erwartete uns ein Mannschaftsraum mit 4 doppelstöckigen Kojen (ohne Aircondition). Da kein anderes Schiff zur Verfügung stand, mussten wir uns damit zähneknirschend abfinden. Bereits am nächsten Tag, beim Ablegen von einer einsamen Insel, hatten wir den ersten Motorschaden. Dieser wurde aber relativ schnell behoben. Aber nach zwei Tagen brannte der Schiffsmotor richtig. Zum Glück waren wir in einer Bucht mit mehreren Booten von Seezigeunern. Da die Ausrüstung auf der "Sea Horse" nicht funktionstüchtig war, waren wir auf die Hilfe eines Fischerbootes angewiesen, deren Besatzung das Feuer bei uns an Bord löschte. Unser Kapitän angelte unterdessen seelenruhig nach Fischen. Nachdem der Brand gelöscht war, gab es an Bord keine Elektrizität und damit kein Süßwasser und auch keine Funkverbindung mehr. 12 Stunden dauerte es bis ein Rettungsschiff von Kawthaung bei uns ankam. Dies schleppte uns dann die restlichen 2 Tage durch die Andamanensee, bis zu unserem Ziel, der wunderschönen und einzigen Bungalowanlage in der Inselgruppe, dem "Andaman Resort".
Entschädigt wurden wir auf dieser Abenteuertour durch unzählige, meist unbewohnte, von Dschungel überwucherte Inseln mit schneeweißen Sandstränden und einer tollen Unterwasserwelt. Ebenso durch eine unglaublich nette und um unser Wohlergehen bemühten Crew, die uns jeden Wunsch von den Augen ablas. Wir wurden hervorragend bekocht und die Stimmung auf dem Schiff war super. Für ein Barbecue an einem einsamen Strand wurde sogar die mit Eis gefüllte Kühltruhe (Eis wurde unterwegs von Fischerbooten geholt) und Liegestühle mit dem Schlauchboot an Land gerudert. Den ganzen Nachmittag sammelte die Mannschaft Holz für ein Lagerfeuer. Das großartige Essen und das gemeinsame Singen von Liedern werden uns immer in Erinnerung bleiben.
Die nächste Reise im November 2008 führt in den hohen Norden Myanmars.
Putao liegt im Norden Myanmars und ist die Hauptstadt des Kachin Staates. Man erreicht Putao nur mit dem Flugzeug von Yangon, Mandalay und Myitkyina aus. Die Stadt befindet sich auf einem Hochplateau in 400m Höhe und ist von schneebedeckten Ausläufern des Himalaya umgeben. Die Völker der Rawan, Lisu, Khamit-Shan, Jingphaw und Kachin sind in dieser Region vertreten. Jeder Volksstamm hat seine eigenen Sitten und seine eigene Sprache.
Hoch über dem Nam Lang-Fluss in einem Bambushain befindet sich die außergewöhnliche "Malikha-Lodge". Das Boutique-Hotel bietet einen ungeahnten Luxus in einem der letzten, ursprünglich gebliebenen Winkel Südostasiens. Die 10 Bungalows (ca. 60qm groß) sind klimatisiert und mit einem Kaminofen ausgestattet.
Sie bieten, nicht zuletzt durch die großzügige Verwendung von Edelhölzern, das urig-kreative Design und ein offenes, feudales Wannenbad in der Mitte des Raumes, ein Höchstmaß an
Behaglichkeit. Von den gut gepolsterten Liegesofas auf der Veranda eröffnet sich ein entspannender Blick in den Bambushain oder teilweise auch direkt auf den Fluss.
Herzstück der Anlage ist das eindrucksvolle Haupthaus mit imposanter Dachkonstruktion. Unter anderem sorgen eine integrierte Bar, die stilvolle Einrichtung und zwei knisternde, offene Feuerstellen für Behaglichkeit. Von besonderer Faszination ist die riesige Außenterrasse mit ihren Rundrum-Sitzbänken, in deren Mitte sich ebenfalls eine offene Feuerstelle befindet.
Das professionelle Team der Lodge verwöhnt und betreut seine Gäste hervorragend. Ob Sie morgens um 06.00 Uhr das Feuer in Ihrem Bungalow angezündet haben wollen, bereits Tee oder Kaffee wünschen, Wärmflaschen im Bett bitte sehr, kein Problem. Volle Verpflegung (sehr gutes Essen) und Getränke sind im Preis bereits enthalten. Ebenso die organisierten Ausflüge, halb- oder ganztägig mit professionellen englischsprachigen Guides. Diese Touren ermöglichen einen einzigartigen Einblick in das Leben der Einheimischen in ihren idyllischen Dörfern sowie in eine faszinierende ursprüngliche Natur.
Zur Auswahl stehen Wanderungen, Trekkingtouren, Rafting, Mountainbiking oder Elefantenreiten.
Da es in Putao nur 3 Autos gibt herrscht in der gesamten Region eine friedvolle Stille, die nur unterbrochen wird durch die freudigen Rufe der Kinder, wenn Sie Ausländer entdecken.
Das Küchenteam empfängt Sie zur Mittagszeit an ausgewählten Plätzen und sorgt mit Essen und Trinken für das leibliche Wohl.